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Josef Winkler

Josef Winkler

http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Winkler_(Autor)

1994/1995    Josef Winkler

Josef Winkler (* 3. März 1953 in Kamering/Kärnten) wuchs in Kärnten auf und lebt zur Zeit in Klagenfurt. 1973-1982 arbeitete er in der Verwaltung der Klagenfurter Universität für Bildungswissenschaften, war ab 1979 freigestellt. Josef Winkler organisierte zu dieser Zeit einen Literarischen Arbeitskreis in Zusammenarbeit mit Alois Brandstetter und gab die Literaturzeitschrift Schreibarbeiten heraus. Im Jahr 1979 gewann er mit dem Roman "Menschenkind" den zweiten Preis beim Ingeborg-Bachmann-Preis, der damals Gert Hofmann zugesprochen wurde. Das Buch bildet gemeinsam mit den folgenden Romanen "Der Ackermann aus Kärnten" und "Muttersprache die Trilogie. Das wilde Kärnten."

In Josef Winklers Texten spielt die Homosexualität eine bedeutende Rolle - Winkler beschreibt, ausgehend von autobiografischen Erfahrungen, die Schwierigkeiten homosexueller Lebensformen in einer patriarchal und katholisch geprägten Welt. Josef Winkler stellte für sein Werk den Bezugsrahmen zu anderen Schriftstellern her, mit denen ihn das zentrale Thema der Homosexualität verband, darunter etwa Jean Genet und Hans Henny Jahnn, wobei auch der expressionistisch geprägte literarische Ausdruck faszinierte. Zuletzt erschien im Jahr 2003 der aus 80 Prosaminiaturen bestehende Band "Leichnam, seine Familie belauernd". Josef Winkler ist Mitglied der Grazer Autorenversammlung und der Interessengemeinschaft österreichischer Autorinnen & Autoren.

Auszeichnungen

Winkler ist Träger mehrerer Literaturpreise, unter anderem:
1979 Verleger-Preis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs  
1980 Anton-Wildgans-Preis
1990 Kranichsteiner Literaturpreis
1994/1995 Stadtschreiber von Bergen 
1995 Bettina-von-Arnim-Preis
1996 Berliner Literaturpreis
2001 Alfred-Döblin-Preis  
2001 Otto-Stoessl-Preis  
2005 Franz-Nabl-Preis  
2000 André-Gide-Preis für “Wenn es soweit” ist und seine Übersetzerin in das Französische, Christiane Seiler

Festredner bei der Verleihung des Literaturpreises Stadtschreiber von Bergen war Georges-Arthur Goldschmidt